Der Kreativtest: Damit kannst du rechnen

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Kurzgesagt:

Kreativität wird als die Fähigkeit definiert, Informationen neu zu kombinieren und Neues zu erschaffen. Während in künstlerischen Berufen oft Arbeitsproben oder Mappen gefordert werden, setzen auch Wissenschaft und Wirtschaft vermehrt auf spontane Kreativitätstests im Auswahlverfahren. Dabei geht es nicht um „richtige“ oder „falsche“ Ergebnisse, sondern darum, Vielseitigkeit, flüssiges Denken und die Fähigkeit zum „Um-die-Ecke-Denken“ zu beweisen. Eine gezielte Vorbereitung auf die spezifischen Aufgaben ist kaum möglich, doch eine generelle kreative Lebensführung und das bewusste Vermeiden von Standardlösungen helfen, im Test zu glänzen.

Was macht einen Menschen eigentlich kreativ? Während die Wissenschaft noch über die genaue Definition streitet, ist die Wirtschaft längst einen Schritt weiter: Kreativität ist zu einer Schlüsselkompetenz geworden, die weit über die Designbranche hinausgeht. Doch wie lässt sich eine so flüchtige Eigenschaft wie „Einfallsreichtum“ in einem nüchternen Bewerbungsprozess einfangen? Kreativitätstests sollen genau das leisten. Sie fordern Bewerber heraus, gewohnte Denkpfade zu verlassen und durch Originalität zu überzeugen. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei diesen Tests wirklich ankommt und warum die erste Idee selten die beste ist.

Kreativität messen

Die Kreativität an sich ist bereits ein schwer zu definierender Begriff, der je nach wissenschaftlicher Betrachtung und Disziplin ganz verschiedene Ausformungen genießt. Was auf jeden Fall grundlegend scheint, ist die Fähigkeit, Informationen neu zu kombinieren – eine Eigenleistung. Kreativität verlangt Begabung, Motivation, Widerstandsfähigkeit, flüssiges Denken, Asssoziationsfreude. Bei der Kreativität geht es darum, Neues zu erschaffen, auch indem man das Alte nutzt. Es geht um Ideen und Einfallsreichtum – eine Eigenschaft, die auch im einen oder anderen Job eine Rolle spielen kann.

Mit einem Kreativitätstest muss man garantiert nicht in jedem üblichen Bewerbungsgespräch und nicht in jeder Branche rechnen. Natürlich spielt er in den Kreativberufen eine weitaus größere Rolle und ist dort ja oft auch schon in Form einer Mappe oder von Arbeitsproben Teil der Bewerbung selbst. Aber auch in Wirtschaft und Wissenschaft ist die Kreativität deutlicher in den Fokus gerückt. Kreative Prozesse, ihre Beherrschung und Berechnung gewinnen an Wichtigkeit. Etwas zu schöpfen, das hat für Viele auch bei der Wahl ihres Berufs eine Bedeutung.

Wie man so etwas wie Kreativität messen soll

Wie man Kreativität überhaupt messbar machen soll, ist fragwürdig und umstritten. Deshalb geht es bei den Kreativitätstests im Rahmen der Bewerbungsaufgaben in der Regel auch nicht darum, eine bestimmte Punktzahl zu erreichen, sondern durch Kreativität zu überraschen und überzeugen. Es geht nicht um richtige oder falsche Lösungen, sondern darum durch die eigene Kreativität auf eine besonders einfallsreiche Alternativen zu stoßen.

Es gibt keine pauschalen Strategien, um die Kreativitätstests zu lösen. Geht es um gestalterische Aufgaben, sollte man darauf achten, dass man auf jeden Fall für jede Einzelaufgaben sehr unterschiedliche Entwürfe anbietet, um eine möglichst breite Palette des eigenen Schaffens zu bieten. Die Personaler wollen sehen, dass man vielseitig ist, unterschiedliche Stile beherrscht und bedienen kann. Am gelungensten ist es, wenn man tatsächlich mit seiner individuellen Lösung einer Aufgabe verblüffen kann – vielleicht, indem man „um die Ecke gedacht“ hat oder etwas völlig Abwegiges mit etwas Naheliegendem kombiniert hat. Wichtig ist auf jeden Fall immer, nicht die erstbeste Lösung zu präferieren, sondern sich einige Minuten Zeit zu nehmen, um einen ungewöhnlicheren Weg zu finden. Oftmals ist die Ausführung der besonders guten Idee dann sogar zweitrangig.

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Mögliche Aufgaben aus dem Kreativitätstest

Kreativitätstests können beispielsweise auch einfach in der Anforderungen einer Arbeitsmappe oder von Arbeitsproben bestehen. In diesem Fall müssen die Unterlagen, die man abgibt oder einschickt auch nicht schlicht gehalten sein. Derartige Mappen werden auch von Kunsthochschulen eingefordert. Oft gibt es dabei auch spezielle Aufgabenstellungen oder Themenvorgaben für Bilder, Fotografien, Texte usw. Für die Bewerbung in der Medienbranche werden oft Probetexte eingefordert, wie zum Beispiel selbst verfasste Reportagen und Artikel. Auch hier gilt wieder: Je unterschiedlicher, desto besser! Man sucht am besten die Texte aus, in denen man auf ganz unterschiedliche Weise an ein Thema herangeht. Schließlich gibt es eben auch die “Vor-Ort-Kreativitätstests“. Dabei bekommt man im Rahmen des Bewerbungsverfahrens Aufgaben, die man anschließend zügig lösen muss. Hierbei geht es also weniger auf die Kunst, die aus der Muße geboren wird, sondern um den spontanen Einfallsreichtum.

Manchmal handelt es sich um kleine kreative Denkaufgaben, zum Beispiel das Vollenden von Wortanfängen mit möglichst vielen verschiedenen Begriffen. Oder um eine Art Scrabble-Spiel. Bei den anspruchsvolleren Aufgaben sollen möglichst viele unterschiedliche Firmennamen erfunden werden oder Firmenlayouts entworfen. Manchmal gibt es Problemstellungen, die möglichst kreativ gelöst werden soll. Manchmal soll man zu einem Thema einen eigenen Text verfassen. Das Schwierige: Richtig vorbereiten kann man sich auf den Kreativitätstest nicht – es sei denn, man versucht ohnehin jeden Tag etwas Kreativität ins eigene Leben zu bringen – interessiert sich für Kunst und Kultur, schneidert, malt, schreibt. Denn letzten Endes müssen sich die Kreativitätstest ja voneinander unterscheiden: Ein Test zur Kreativität darf schließlich keine Kopie sein, sondern muss auch selbst kreativ sein.

Fazit

Kreativitätstests sind keine Hürde, die man mit Standardformeln überspringen kann – und genau das ist ihre Stärke. Sie bieten Bewerbern die Chance, Persönlichkeit und geistige Flexibilität zu zeigen, wo klassische Lebensläufe an ihre Grenzen stoßen. Wer den Mut hat, ungewöhnliche Wege zu gehen und unterschiedliche Facetten seines Schaffens zeigt, macht den entscheidenden Unterschied. Letztlich ist Kreativität kein Zustand, den man für einen Test anknipst, sondern eine Muskel, den man durch stetige Neugier im Alltag trainiert.

Vor allem in Medien-, Design- und Werbeberufen sind sie Standard. Aber auch in der Wirtschaft und Wissenschaft gewinnen sie an Bedeutung, wenn es um Problemlösungskompetenz geht.

In der Regel nein. Es geht weniger um eine messbare Leistung als vielmehr um den persönlichen Eindruck Ihrer individuellen Herangehensweise und Flexibilität.

Ein direktes „Pauken“ ist schwierig. Hilfreich ist jedoch ein kreativer Lebensstil (Interesse an Kultur, Schreiben, Malen) und das Training von assoziativem Denken im Alltag.

Nehmen Sie sich kurz Zeit. Oft hilft es, Dinge miteinander zu kombinieren, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, um den „Knoten“ im Kopf zu lösen.

Eine Mappe zeigt Ihre über Zeit gereifte Expertise und Sorgfalt; der Vor-Ort-Test prüft Ihren spontanen Einfallsreichtum unter Zeitdruck.

Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

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