Top Uni = top Job? Wie wichtig ist der Ruf meiner Hochschule?

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Kurzgesagt:

Der Artikel untersucht den Einfluss des Hochschul-Renommees auf den Berufseinstieg in Deutschland. Entgegen dem Trend in den USA spielt der Ruf der Uni hierzulande eine untergeordnete Rolle: Laut Studien gewichten nur 8 % der Personaler diesen Faktor hoch. Weitaus entscheidender sind praktische Erfahrungen, die Abschlussnote und die Persönlichkeit der Bewerber. Dennoch gibt es Ausnahmen: Wenige Top-Adressen (z. B. Mannheim Business School, WHU) punkten durch exzellente Netzwerke, und regionale Kooperationen (z. B. RWTH Aachen mit dem Maschinenbau oder HAW Hamburg mit Airbus) bieten handfeste Vorteile durch räumliche und fachliche Nähe zur Industrie.

Dass Bildung eben nicht gleich Bildung ist, wollen uns immer mehr Hochschulen glauben machen. Ist ja auch klar: Die Institutionen – allen voran private – stecken inzwischen viel Geld ins Marketing. Der Kampf um die besten Köpfe ist längst entbrannt. Doch was davon kommt am Ende den Absolvent*innen zugute? Wie wichtig ist der Ruf der Uni? Konkret gefragt: Gibt es sie also wirklich, die berufliche Überholspur für Studierende exzellenter Hochschulen?

Die Antwort hierauf dürfte gerade für Eltern, die jede Menge Bares in die hochschulische Ausbildung ihrer Kinder stecken, reichlich ernüchternd ausfallen. Denn laut einer Studie von Staufenbiel mit dem Titel „JobTrends Deutschland 2014“ spielt das Renommee der Hochschule in den Erwägungen Personalverantwortlicher in gerade einmal 8 von 100 Fällen eine übergeordnete Rolle.

Für den Rest sind bei der Sichtung von Bewerber*innen ganz andere Faktoren entscheidend. Kriterien wie Joberfahrungen, Abschlussnote, Studiendauer zum Beispiel. Dinge eben, die nur am Rande dem Ruf einer Hochschule gutzuschreiben sind. Verkommt damit das Marktgeschrei vieler Institutionen zur kompletten Nullnummer?

Nur wenige Hochschulen gelten als direkte Wegbereiter

Vielleicht gibt es eine Handvoll Hochschulen in Deutschland, die als direkte Wegbereiter für den gehobenen Berufseinstieg anzusehen sind. Die Mannheim Business School oder die WHU in Vallendar bei Koblenz gehören sicherlich dazu. Weil hier zwischen Studierenden und Unternehmen in geradezu idealtypischer Weise vernetzt wird.

Nicht unwahrscheinlich also, dass sich der Ruf der Uni in diesen und anderen Einzelfällen bereits beim beruflichen Einstieg bezahlt macht. Aber sonst? Vielfach Pusteblume! Weil am Ende natürlich die Marktlage entscheidet. Und weil glücklicherweise vor allem das zählt, was Bewerber*innen sonst so zu bieten haben: auch Persönlichkeit und Überzeugungskraft sind hier klar zu nennen. Soweit im Allgemeinen die Situation – auf Bundesebene sozusagen.

Regionale Kooperationen als Ass im Ärmel

Ganz anders kann die Sache hingegen auf regionaler oder städtischer Ebene aussehen. Hier bemühen sich viele Unternehmen aktiv um Hochschulkooperationen, aus denen natürlich auch berufliche Perspektiven für Absolvent*innen resultieren können. Solche Engagements sind häufig auf bestimmte Fachbereiche und Lehrstühle begrenzt.

Im Maschinenbau-Bereich zum Beispiel zählt hier die renommierte RWTH Aachen zu den Vorreitern, deren Absolvent*innen bevorzugt von rheinländischen Unternehmen angeworben werden. Oder der Bereich Flugzeugtechnik, den die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg anbietet. Vom Eingang des Gebäudes bis zum Airbus-Gelände in Finkenwerder sind es gerade mal 10 Kilometer. Weißte Bescheid.

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Soft Skills und „Cultural Fit“ als Zünglein an der Waage

Jenseits von Zertifikaten und Hochschulrankings gewinnt die menschliche Komponente zunehmend an Bedeutung. Personaler achten heute verstärkt darauf, ob ein Bewerber zum Team und zur Unternehmenskultur passt (Cultural Fit). Ein Absolvent einer renommierten Privatuni, der zwar exzellente Noten, aber kaum Teamfähigkeit oder soziale Kompetenz mitbringt, zieht im Auswahlprozess oft den Kürzeren gegenüber einem bodenständigen Absolventen einer staatlichen Hochschule, der durch Engagement, Empathie und eine überzeugende Persönlichkeit punktet.

Die Demokratisierung der Bildung durch Online-Präsenz

In einer digitalisierten Arbeitswelt verschieben sich die Grenzen weiter. Durch Online-Portfolios, GitHub-Profile oder LinkedIn-Referenzen können Absolventen ihre Expertise unabhängig von ihrem Studienort unter Beweis stellen. Wer während des Studiums relevante Projekte realisiert oder sich digital vernetzt, baut eine eigene „Personal Brand“ auf. Diese individuelle Sichtbarkeit kann den Ruf der Hochschule oft komplett in den Hintergrund rücken lassen, da der konkrete Leistungsnachweis für moderne Unternehmen schwerer wiegt als die symbolische Strahlkraft einer Universität.

Jobmensa meint

Sicherlich ist es ratsam, den Ruf der Hochschule bei der Studienwahl mit auf dem Zettel zu haben. Als Ass im Ärmel taugt der Name der Institution allemal. Aber sonst? Abgesehen von lukrativen regionalen Kooperationen zwischen Unis und Unternehmen ist derzeit nicht bekannt, dass es einen Rundum-sorgenfrei-Automatismus zwischen Ort des Abschlusses und Art des Berufseinstiegs gibt.

Ist bei den Top-Unis in den USA und andernorts auf der Welt sicherlich anders. Wir aber finden, dass – bei aller teils berechtigten Kritik am Bildungsstandort Deutschland – dieser Aspekt positiv hervorgehoben werden muss. Weil es fair ist, und weil es definitiv mehr Chancen schafft, als selbige durch rein symbolische Hochschulleistungen zu verhindern.

Und noch etwas: Zu den wichtigsten Kriterien überhaupt zählt vorberufliche Erfahrung. Daher angelt euch bei Jobmensa schnellstmöglich eine Stelle, die es nicht nur hier und jetzt, sondern auch perspektivisch in sich hat. Bei einer Auswahl an über 800 Angeboten werdet ihr garantiert das Passende finden!

Finanziell oft nur dann, wenn man die intensiven Netzwerke und Kontakte zu Großkonzernen aktiv nutzt. Rein für den Namen auf dem Papier lohnt sich die Investition in Deutschland meist nicht.

Nein, im Gegenteil. Die Breite des deutschen Hochschulsystems wird geschätzt. Solange die Leistung (Noten) und die Praxiserfahrung stimmen, stehen alle Türen offen.

In den USA ist das Bildungssystem stärker hierarchisiert und dient oft als sozialer Filter. Deutschland hat eine historisch gewachsene, gleichmäßigere Qualität in der Hochschullandschaft.

Tendenziell die 1,0 in Kombination mit relevanten Praktika. Die Abschlussnote bleibt eines der wichtigsten harten Auswahlkriterien.

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Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

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