Haaallooo, ist da jemand? - Einsamkeit an der Uni

Inhaltsverzeichnis

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Kurzgesagt:

Der Artikel befasst sich mit dem Phänomen der Einsamkeit unter Studierenden und bietet Lösungsansätze, um soziale Kontakte zu knüpfen. Besonders zu Beginn des Studiums ist eine Phase der Orientierung normal, doch wenn der Anschluss langfristig fehlt, kann dies die psychische Gesundheit belasten. Als Ursachen werden unter anderem Anonymität in Wohnheimen, Introvertiertheit, Heimweh oder ein starker Fokus auf den Leistungsdruck genannt. Um aus der Isolation auszubrechen, empfiehlt der Text proaktive Schritte: Die Teilnahme an Uni-Sport, das Engagement in der Fachschaft, die Gründung von Lerngruppen oder die Mitarbeit in studentischen Initiativen wie dem Uni-Kino. Der Tenor des Artikels ist ermutigend: Echte Freundschaften brauchen Zeit, aber die Uni bietet eine einzigartige Dichte an potenziellen Gleichgesinnten.

Allein zu sein gilt für viele Menschen als Makel. Nur wer in Gesellschaft ist, neben der Familie möglichst viele Freund*innen hat und am Wochenende ausgebucht ist, fühlt sich so richtig wertvoll und wirkt beliebt. Bei den wenigsten ist es aber tatsächlich so, dass sie nie mal einen Anflug von Einsamkeit verspüren. Wer jedoch unter den Verdacht gerät, an der Uni ständig im Alleingang durchzukommen, der schämt sich oft und versucht, seine Einsamkeit zu verstecken. Doch was kann man tun, wenn man nett, schlau, witzig und aktiv auf der Suche nach Freundschaften ist, es aber trotzdem nicht schafft Anschluss zu finden? Wir haben ein paar Tipps gesammelt!

Nur nicht verzagen

Klar, als Ersti an der Uni hat man es nicht leicht. Neue Stadt, neue Wohnung, neue Aufgaben, neue Menschen, alles in allem also ein vollkommen neuer Abschnitt im Leben. Dass es da erst einmal ein wenig Zeit braucht, bis man mit den neuen Gesichtern warm wird und tatsächlich neue Freund*innen findet, ist absolut normal. Die meisten allerdings haben im zweiten Semester guten Anschluss gefunden und gehören entweder einem kleinen Grüppchen Gleichgesinnter an oder treffen sich mit ein, zwei Personen regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten. Doch nicht jeder schafft das und beginnt allmählich in seiner Einsamkeit zu versinken. Und tatsächlich macht die Abwesenheit von Freund*innen und sozialen Kontakten auf Dauer krank, denn der Mensch braucht nunmal den Austausch mit anderen.

Werde aktiv!

Das System Uni ist schon ein Mikrokosmos für sich. Und das muss man auch erst einmal lernen. Man ist in den ersten Wochen an der Uni oft so sehr mit dem Einleben beschäftigt, dem Zurechtfinden im neuen Umfeld und Lebensabschnitt, dass man kaum Zeit für neue Kontakte findet oder ganz einfach auch die netten Leute übersieht. Viele haben zudem in der Heimat oft noch starke Bande oder eine Fernbeziehung, die ihre Freizeit ausfüllt und wenig Bedürfnis nach neuen Leuten weckt. Nicht selten ist auch ein gewisses Einzelkämpfertum zu beobachten, da es zu wenige Studienplätze für zu viele Interessierte gibt. Man braucht also viel Geduld und auch das nötige Durchhaltevermögen, um in der Masse selbst nicht unterzugehen und sich erstmal zu organisieren. Sitzt man allerdings nach der Einführungswoche und den Wochen danach immer noch alleine in der Mensa, dann stimmt etwas nicht.

Wie kann man an der Uni einsam sein?

Nicht jeder ist super kommunikativ und ständig in Plauderlaune. Es gibt viele introvertierte und schüchterne Menschen auf dem Campus. Wer im Wohnheim lebt, der bekommt oft niemanden zu Gesicht, die Anonymität ist dort meist recht groß. Besser ist man in einer WG aufgehoben, vorausgesetzt natürlich, dass man dort zu einander passt, denn nur dann kann man sich auch wohlfühlen. Viele haben in den ersten Uniwochen zudem noch große Sehnsucht nach der Heimat, finden sich in der neuen Stadt nicht so gut zurecht und vermissen ihre “alten” Abläufe, die sie vor dem Studium noch hatten.

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Tipps gegen die Uni-Einsamkeit

Kontakte im Studium zu haben und sich bereits dort ein Netzwerk aufzubauen ist unabdingbar, um an wichtige Infos zu kommen. Der Austausch ist extrem wichtig, auch um in schwierigen Phasen eine*n Ansprechpartner*in zu haben, in der Prüfungszeit, bei Hausarbeiten oder um die Semesterferien dazu zu nutzen, gemeinsam was zu erleben, wegzufahren, Party zu machen. Wer nicht im Hörsaal jemanden findet, den er mag, der kann es beim Uni-Sport versuchen. Die Angebote dort sind mittlerweile sehr breit gefächert und beim gemeinsamen Schwitzen kommt man leicht ins Gespräch.

Du bist Cineast? Viele Unis haben ein eigenes Uni-Kino mit wechselndem Programm, dort findest du nicht nur eine coole Aufgabe, sondern auch Gleichgesinnte. Wer bereits im Studium seinen Lebenslauf ein wenig aufpolieren möchte, der ist gut beraten einer Fachschaft beizutreten oder sich als studentische Hilfskraft zu bewerben. Man lernt dabei nicht nur eine Menge Leute kennen, sondern kann gleich noch an seinen Soft Skills arbeiten. Auch Lerngruppen eignen sich super gut dazu, endlich mal den Namen des/der netten Kommiliton*in in Erfahrung zu bringen.

Es mag sicher nicht immer ganz leicht sein, der Anonymität der Masse zu entkommen, an kleineren Unis geht das in der Regel natürlich meist weniger unproblematisch als an Monsterunis in Großstädten.  Aber bloß nicht verzagen, weiterhin offen bleiben für neue Leute. Gleichgesinnte findet man immer! Und echte Freundschaften ergeben sich meistens nicht im ersten Semester, sondern etwas später, wenn man die ersten Uniwochen überstanden hat.

Allein bleibt keiner an der Uni

Es gibt sicher auch Leute, die nur “auf der Jagd” sind nach Noten und Scheinen, es steckt dann also nichts Persönliches dahinter wenn sie nicht direkt Freund*innen finden wollen. Aber man sollte sich definitiv nicht den Spruch “Die Uni ist zum Studieren da und nicht um Freund*innen zu finden”, zum Leitmotiv machen, denn eines dürfte klar sein, nirgendwo sonst lernt man in so kurzer Zeit so viele Menschen kennen! Nicht alle werden zu deinen Freunden werden und mit einigen wird es womöglich nur was für ein paar Semester, aber die Wahrscheinlichkeit, eine*n richtig gute*n Freund*in, vielleicht sogar eine*n Freund*in fürs Leben zu finden, ist während des Studiums an der Uni sehr wahrscheinlich.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Einsamkeit an der Uni kein Makel ist, sondern eine Herausforderung, der man mit Offenheit und ein wenig Mut begegnen kann. Die Universität ist weit mehr als eine reine Ausbildungsstätte; sie ist ein sozialer Marktplatz, der wie kaum ein anderer Ort die Chance bietet, Menschen mit ähnlichen Interessen zu finden. Wer die Anonymität der Masse durch bürgerschaftliches Engagement, Sport oder gemeinsames Lernen durchbricht, profitiert nicht nur privat, sondern auch fachlich. Am Ende gilt: Man studiert zwar für den Abschluss, aber man übersteht das Studium durch die Menschen, die einen dabei begleiten.

Absolut. Die erste Zeit ist geprägt von organisatorischem Stress und dem Einleben in einer neuen Stadt. Viele finden erst im zweiten Semester oder später ihren festen Freundeskreis.

Trotz der vielen Menschen auf engem Raum ist die Anonymität in großen Wohnheimen oft hoch. Wer Anschluss sucht, ist in einer Wohngemeinschaft (WG) meist besser aufgehoben, da dort soziale Interaktion zum Alltag gehört.

Neben den Vorlesungen bieten der Uni-Sport, die Fachschaftsarbeit, studentische Initiativen (z. B. Theater oder Kino) und organisierte Lerngruppen die besten Gelegenheiten.

Bande zur Heimat und Fernbeziehungen können Stabilität geben, erschweren aber oft das Ankommen in der neuen Stadt, da man weniger Zeit und Energie in neue Kontakte investiert.

Lerngruppen sind hier ein idealer Einstieg. Das gemeinsame Ziel (eine Prüfung bestehen) bietet eine natürliche Gesprächsgrundlage, ohne dass man sofort „super kommunikativ“ sein muss.

Bild von jobmensa Redaktion

jobmensa Redaktion

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